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Nach 40 Jahren Diskussion nähert sich die Planung der Umgehungsstraße EL 332 in Troisdorf einer positiven Entscheidung. Im Regionalrat Köln wurden die Bezirksregierung und der Landesbetrieb Straßenbau auf Vorschlag der FDP-Fraktion von allen Fraktionen aufgefordert, alles daran zu setzen, das Projekt noch in den Landesstraßenausbauplan und zumindest mit einer Anfinanzierung in den Finanzplan 2010 einzustellen. Die Abstimmungsgespräche über die Aufstellung dieser Pläne beginnen jetzt.
Das Problem ist, dass die so genannte Baureife, die bindende Voraussetzung für die Aufnahme in die konkrete Ausbauplanung, erst festgestellt werden kann, wenn alle anhängigen Klageverfahren abgeschlossen sind. Das wird noch Zeit benötigen. In Gesprächen mit der FDP-Landtagsfraktion konnte Fraktionsvorsitzender Rudolf Finke jedoch erfahren, dass die Landtagsfraktion sensibilisiert sei und auf die Gerichtsentscheidung in Kürze warte. Es sei dann noch Zeit, das Projekt unterzubringen.
Der zur Erlangung des Baurechts erforderliche Planfeststellungsbeschluss war schon im Oktober 2008 erlassen worden. Dagegen hatten einige Troisdorfer Bürger geklagt. Sie hatten sich gegen Lärmimmission und Linienwahl ausgesprochen. Ein gerichtlicher Erörterungstermin hatte am 7.9.2009 stattgefunden. Es kam zu einem Vergleichsvorschlag, über den bis zum 31.10. 2009 abschließend zu verhandeln war.
Sollte dieser Vergleich scheitern, so erklärte die Bezirksregierung Köln, werde sie die sofortige Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses anordnen. Sollten die Kläger dagegen Einspruch einlegen, werde kurzfristig darüber entschieden. Das Verwaltungsgericht Köln hat in diesem Fall ein Urteil für Februar 2010 in Aussicht gestellt.
„Bis Anfang 2010 sollte der Planfeststellungsbeschluss Bestandskraft erlangen können“ schätzt auch die Kreisverwaltung Rhein-Sieg, die mit der gleichzeitigen Planung der Kreisstraße 29 nach Kriegsdorf in das Gesamtprojekt eingebunden ist.
So stehen bei dem von Stadt, Bezirk und Land gesteuerten Projekt mit seinen komplizierten Sachverhalten jetzt alle Signale auf Grün, so dass für den seit Jahrzehnten völlig überlasteten Ortsteil Eschmar mindestens mit einem ersten Bauabschnitt Entlastung in Sicht ist.
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