Auf seiner konstituierenden Sitzung beschloss der Braunkohlenausschuss Köln die Einrichtung bzw. Neubesetzung von Arbeitskreisen (AK) zur Bearbeitung der Umsiedlungsprojekte Manheim und Morschenich, Beide Orte liegen im Bereich des Braunkohlentagebaus Hambach, der sich in absehbarer Zeit nach Süden fortsetzen wird. Auch die Autobahn A 4 wird nach Süden verlegt werden.
Der AK Manheim wird seine schon weit fortgeschrittenen Beratungen am 5. Mai 2010 im Rathaus Kerpen fortsetzen. Inzwischen haben Standortuntersuchungen und Bürgerbefragungen seitens der Bezirksregierung und des Bürgerbeirats stattgefunden. Das Umsiedlungsverfahren war 2006 eingeleitet worden. Nach derzeitigen Planungen soll das Gebiet der beiden Orte ab 2022 für den Abbau von Braunkohle in Anspruch genommen werden.
Von zunächst 15 Standorten für eine neue Besiedlung waren fünf in die engere Wahl gekommen. Danach legten sich alle Beteiligten auf den Standort Kerpen-Dickbusch westlich der Stadt Kerpen fest. Jetzt müssen die fachlichen Prüfungen und Verträglichkeitsuntersuchungen durchgeführt und an die Beschlusslage angepasst werden.
FDP-Mitglied im AK Manheim ist Rudolf Finke, sein Stellvertreter Ulrich Göbbels. Vorsitzender des AK ist Josef Johann Schmitz (SPD).
Der AK Morschenich wird seine Arbeit am 30.April 2010 mit einer Befahrung möglicher Umsiedlungsstandorte für die Bewohner Morschenichs aufnehmen. Zeitlich gelten für diesen Ort die gleichen Planungen wie für Manheim. Der Arbeitskreis hat hier zunächst die Aufgabe, im Bereich des Ortes Merzenich verschiedene Suchräume, Standortvorschläge und “Empfehlungsflächen“ zu sichten.
FDP-Mitglied im AK Morschenich ist Ulrich Göbbels, Stellvertreter Rudolf Finke. Vorsitzender des AK ist Stefan Götz (CDU).
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