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Quarzkiesabbau in Kottenforst/Ville
FDP besteht weiter auf Konzentrationszone bei Weilerswist Nord.
Gerhard Papke MdL unterstützt die Haltung der FDP im Regionalrat Köln
Kein Abbau am „Sonnenhof“
20. 04. 2010

 

 



Im Raum Kottenforst/Ville gibt es eine längere Diskussion um den Abbau von hochreinem weißem Quarzkies. Die FDP-Fraktion im Regionalrat Köln hatte sich von Anbeginn an dafür ausgesprochen, eine Konzentrationszone für den Abbau dieses Rohstoffs bei Weilerswist Nord auszuweisen. Damit soll der Abbau an anderen Stellen in diesem Gebiet ausgeschlossen werden.

Auch wenn die Planungsbehörde in Köln noch andere Abbaugebiete und insbesondere das Gelände am „Sonnenhof“ in Bornheim auf Abbauwürdigkeit prüft, bleibt es bei der Zielrichtung der FDP, die hochsensible Landschaft Kottenforst/Ville vor der Zerstörung durch Quarzabbau  so weit wie möglich zu schützen und ihren Wohn- und Erholungswert zu erhalten.

Diese Haltung vertritt seit vielen Jahren auch der FDP-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag Dr. Gerhard Papke. Das hat er auf Treffen mit der Bevölkerung immer wieder zum Ausdruck gebracht.

Die Haltung der FDP wird auch  von Argumenten des Landschaftsschutzvereins Vorgebirge (LSV)  gestützt. Es ist eine Tatsache, dass die Lagerstätte Weilerswist Nord wegen ihrer  Mächtigkeit als einzige in Ergänzung zu den bereits genehmigten Vorhaben die vom Landesentwicklungsplan NRW (LEP) vorgeschriebene langfristige Versorgungssicherheit mit hochreinem weißem Quarzkies sicher stellen kann und zwar mit geringst möglichem Flächenverbrauch.  

Dem Argument der Bezirksregierung, dass wegen der Inanspruchnahme von FFH-Flächen Weilerswist nicht in Frage käme, widersprechen FDP und  Landschaftsschutzverein:  Das Vorhaben Weilerswist Nord greift nur in einen Randbereich des FFH-Gebietes ein, in dem weder für die FFH-Ausweisung maßgebliche FFH-Lebensraumtypen noch entsprechende Arten vorkommen.
Außerdem bieten die Rheinischen Baustoffwerke verbindlich Flächen für Ausgleichsmaßnahmen an, die das gesamte FFH-Gebiet mit entsprechenden Lebensraumtypen aufwerten können. Die globale Kohärenz von Natura 2000 wäre so gewährleistet.

Für die FDP ist dies ein tragbarer Kompromiss zwischen Landschaftsschutz und Bergbau. Sie fordert die Bezirksregierung auf, die laufenden Untersuchungen zügig zum Ergebnis zu führen.

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